Mittwoch 18 Uhr: Pokalfinale in Hasborn gegen Hertha Wiesbach – Das riecht förmlich nach Abenteuer und einem echtem Fußballklassiker. Während sich viele FCler durch das von Franzosen überflutete Saarbrücken quälten, machten sich Teile der NWB zusammen mit Stasi-Edge aus dem Landkreis Saarlouis auf, um das Waldstadion in Hasborn zu besuchen. Eine falsche Abbiegung und eine Umleitung später durften wir dann einen Haken an diverse saarländische Grounds machen. Von Scheuern über Neipel bis hin zu Dorf im Bohnental, machte die NWB einen Ground nach dem nächsten unsicher, konnte sich aber am Ende gewohnt dialektsicher (das „R“ immer schön rrrrrrollen) bei einigen „Eingebohrenen“ (Copyright bei King Mathew) bis nach Hasborn durchfragen.
Dort zeigte sich der austragende SV Rot-Weiß halbwegs gut organisiert, jedoch zuerst erstaunt und dann begeistert über die neuen 5-Euro-Scheine der NWB (Dat lo sinn die Nauen). Einzig die Porta Nigras beschwerten sich bei Temperaturen um die 20 Grad über den nicht vorhandenen Glühwein. Daneben sorgten die etwas mau gesäten Entwässerungsstationen in Form von Dixie-Toiletten für reichlich Unmut. Den SFV-Verantwortlichen kann dies aber egal sein. Als VIP geht man ja auch auf die VIP-Toiletten.

Beim Pausentee wurde die Vereinszukunft besprochen
Fußball wurde dann vor rund 3.500 Zuschauern auch noch gespielt. Der FCS trat mit Müller im Tor an. Außerdem durfte Bach wieder von Beginn an für Göcer ran. Die erste große Chance gehörte jedoch dem Saarlandligameister aus Wiesbach, aber Müller konnte zur Ecke klären. Danach waren die Molschder spielbestimmend, agierten offensiv aber nicht zwingend genug. Nach gut 30 Minuten zog der FCS dann das Tempo an und entschied die Partie innerhalb von acht Minuten. Sökler (36.), Ziemer (41.) und Lerandy per Foulelfmeter (44.) sorgten für die frühe Entscheidung.
Während sich DJBrix gewohnt sicher in Pinis Umgebung aufhielt, besprach die NWB in der Halbzeit mit Horst Hinschberger die weitere Vereinspolitik. Genaueres dürfen wir nicht sagen. Nur soviel: Das neue Präsidium steht – 2/3-Mehrheit für die NWB! Auf dem Heimweg wurde dann das weitere Vereinskonzept in Hinschis Wagen ausgebrütet. Veröffentlichung am Samstag im FC-Treff!
Der zweite Durchgang war dann eher ein munteres Schaulaufen. Wiesbach war zwar weiterhin bemüht um den Ehrentreffer, doch offensiv meist viel zu harmlos. Den letzten Treffer der Partie markierte dann mit Tim Stegerer auch ein FCSler zum 4:0-Endstand (65.). Damit gewann der FCS zum dritten Mal in Folge den Pokal – und zwar so souverän wie seit langem nicht mehr. Gerade mal ein Gegentor ließ man zu und schoss insgesamt selbst 48 Tore. Durch den Sieg haben sich die Blau-Schwarzen auch für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Die zahlreichen FCS-Fans wären noch gerne zum Feiern geblieben, doch der einsetzende Regen und die Ankündigung des Stadionsprechers, dass man seine Autos bitte bis 24 Uhr (!) entfernt haben sollte, ließen die Feierlichkeiten recht kurz ausfallen.
Wiesbach: Paul – Miessemer, Neumeier, Haliti, Groß – Schuck (56. Schlemmer), C. Ackermann – Yalcin, P. Ackermann, Dal Col – Altmeier
FCS: Müller – Stegerer, Lerandy, Straith, Kohler – Eggert, Maek – Stiefler, Bach (59. M. Sökler) – Ziemer (69. Laux), S. Sökler
Tore: 0:1 S. Sökler (35.), 0:2 Ziemer (39.), 0:3 Lerandy (42.), 0:4 Stegerer (65.)
Gelbe Karten: Miessemer
Zuschauer: 3.500
Schiedsrichter: Thorsten Braun (Güdingen)
Spielbericht: OldForest
Fotos: Leuchtturm
Fotos stammen vom elektrischen Lutz (Präsi der SUB)