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1. FC Saarbrücken
2:1
FC Bayern München II
SC Sand 1946
3:1
1. FC Saarbrücken

2012/13
2. Frauen-Bundesliga Süd (9. Spieltag)
So. 11.11.2012 um 14:00 Uhr

1. FC Saarbrücken
3:0

SV Rot-Weiß 1946 Bardenbach
1. FC Saarbrücken: 
SV Rot-Weiß 1946 Bardenbach: 
Tore: 
Schiedsrichter: 
Zuschauer: 
Bilddateien:
Momentan haben wir zu diesem Spiel leider noch keine Bilddateien! Wenn euch Eintrittskarten, Magazine, Plakate, Fanzines o.ä. vorliegen, dann immer her damit! Einfach Mail an bernhard@ludwigspark.de schreiben!
Claudio Mariotto
26.11.2012 17:42

Halber FCS gewinnt gegen FCS-Bardenbach.

Bevor ich zum Spiel komme, wollte ich von mir selbst wissen ob nach all dem Hin und Her um die Spielerin Holz die Trauerzeit vorbei ist und ich wieder die Mädels mit der mir üblichen Begeisterung anfeuern konnte. Das kann ich nun mit einem vehementen JA beantworten, denn kaum waren die Mädels in Ballbesitz und es ging Richtung Tor, riss mich meine Begeisterung mit.

Voller Erwartung schaute ich Richtung Spiel und war gespannt mit welcher Aufstellung die FCS-Mädels auftreten würden, da einige wegen Verletzung und aus beruflichen Gründen fehlten. Bei der FCS-Aufstellung gab es 2 große Neuigkeiten. Die übliche Viererkette der Verteidigung wurde in Abwesenheit von Blank durch Mey vervollständigt. Sagen wir es sofort! Sie hat ihre Sache gut gemacht. Natürlich, der Gegner hieß Bardenbach und man müsste mal sehen wie sie sich gegen einen stärkeren Gegner verhält. Schon beim DFB-Pokalspiel gegen Ahrbach hatte sie einen guten Eindruck hinterlassen. Man muss auch lobend erwähnen, mit welcher Sicherheit sie bei den Eckbällen nach vorne in den Strafraum ging. Abgesehen von Giehl, habe ich noch nie ein FCS-Mädel gesehen bei Standardsituationen so souverän in den gegnerischen Strafraum hinzugehen. Und fast hatte sie ein Tor erzielt. Ich traute meinen Augen nicht. In der 52. M trat Rauch die rechte Ecke an und Mey springt höher als alle Spielerinnen und stößt den Ball sehr gut mit Kopf. In extremis konnte die Torhüterin auf der Linie retten. Ich hoffe, dass sich diese Situation öfters wiederholen wird und so neue Situationen zum Torsegen herausspringen werden.

Eine 2. Neuigkeit bestand in der neuen Zusammensetzung des Mittelfeldes. Es setze sich aus De Backer – Leykauf – Scherzberg zusammen. De Backer agierte im rechten Mittelfeld, weit hinter den Spitzen und war so mehr für den Spielaufbau tätig. Ich wollte sie schon seit langem in dieser Position sehen. Sie hat ihre Sache gut gemacht. Es gefiel zu sehen wie sie bereit war, sich die Elf zu opfern, so wie es namhafte Fußballspieler auch machen. Sie gab einige sehr gute Bälle in die Tiefe, die sich dann zu gefährlichen Torgelegenheiten entwickelten. Lobend muss man erwähnen wie sie das 3 zu 0 erzielte. Sie verfolgte den ganzen Spielzug mit und war im richtigen Moment am richtigen Platz und versenkte den Ball, wie immer eiskalt. Es war die 47. M. Mittels eines Blitzkonters wird das Tor erzielt. Der Ball geht von einer Verteidigerin (Ripperger?) aus auf Schatton, die auf dem Mittelpunkt steht. Sie gibt ihn sofort weiter auf den rechten Flügel, wo Tröster schon läuft. An der Strafraumgrenze angekommen versucht sie das Tor selbst zu machen aber sie ist am Ende ihrer Kräfte. Die Torhüterin wehrt den Ball ab und der fliegt Richtung De Backer, die den Spielzug begleitet hat. Eiskalt versenkt sie den Ball ins leere Tor. Brava Bravissima!!! Leider haben später einige es nicht geschafft den Ball zum 4 oder 5 zu 0 ins leere Tor zu befördern.

Bei diesem Spiel konnten wir auch die Qualitäten von Scherzberg bewundern. Auch sie verdient unser Lob. Ohne Scheu trat sie bewusst in der 77. M. zum Freistoß an. Ihr 30 m – Weitschuss ging knapp rechts am Tor vorbei. Wir hätten ihr den Torjubel vergönnt. Natürlich muss man sie auch gegen stärkere Gegner bewerten.

In Bezug auf Bardenbach muss man sagen, dass es ein halber alter FCS ist. Angefangen von Guido Mey, dem Trainer, über Salm, Edwards, Schinkel, Hinsberger, … waren wenigstens 5 frühere FCS-ler am Werk. Wenn man sich das Spiel im Nachhinein durch den Kopf gehen lässt muss man sagen, dass der FCS wegen der alten Freundschaft nicht voll aufgedreht hat um mit einem höheren Resultat zu gewinnen. Denn nach 15 Minuten stand es schon 2 zu 0 und ein Zuschauer rechnete mit einer zweistelligen Zahl. Dem wurde nicht so, auch weil der FCS viele Torgelegenheiten nicht verwandelte. Das Spiel ging fast nur in eine Richtung, weil Bardenbach nicht so stark war. Nicht umsonst stehen sie im unteren Teil der Tabelle. In der 2. Hälfte kamen sie auch zu Torgelegenheiten. Diese kamen aber hauptsächlich durch Freistöße zustande. Hier muss man die FCS-Torhüterin Ehl loben, die sich die Zeit nimmt die Mauer sorgfältig und richtig zu stellen. Davon abgesehen hatte der FCS von diesem Meisterschaftsspiel mit freundlichem Charakter weit mehr Spielanteile.

In der 11. M. fiel das 1 zu 0 durch Schatton und man glaubte, dass es einen Schattontag geben würde. Eine Verteidigerin erobert sich den Ball, gibt ihn weiter an Leykauf, es gibt einen Doppelpass Leykauf – Mey und der Ball kommt zu Schatton. Sie läuft mit dem Ball am Fuß durch die Verteidigung in den Strafraum und verwandelt den Ball vorbei an der herauskommenden Torhüterin ins Tor.

In der 13. M. wehrt die Torhüterin einen Weitschuss von Schatton ab und in der 15. M. fiel das 2 zu 0 durch Rauch. Leykauf erhält den Ball und gibt sofort und genau in die Tiefe für Rauch. Sie läuft einige Meter mit dem Ball in die linke Ecke des Strafraumes hinein und verwandelt den Ball an der herauskommenden Torhüterin vorbei ins Tor.

In der 20. M. gibt wieder Leykauf einen Ball in die Tiefe auf Rauch. Diesmal konnte Rauch das Tor nicht erzielen. Dann verflachte das Spiel etwas bis einige Zuschauer etwas Einsatz forderten und es gab noch 2 Torgelegenheiten bevor es zur Pause ging. In der 40. M. verfehlte Schatton ein sehr schönes und gescheites Tor. Sie lauert an der Grenze vom Strafraum und vom Abseits und mit einem Lupfer versucht sie die Torhüterin zu überwinden. Aber diese streckt sich bis zu den Wolken und konnte so das Tor vermeiden. Man muss sagen, dass die Bardenbach-Torhüterin durch ihr Können so manches Tor vermieden hat. In der 45. M. konnte De Backer, mit einem 20-m-Weitschuss, einen sehr schönen Spielzug auf dem rechten Flügel von Ripperger, Tröster, Rauch, nicht verwandeln.

So ging es mit einem mageren 2 zu 0 in die Pause und wir hofften, dass der FCS-Löwe die Mädels aufwachen würde damit weitere Tore fallen würden. An Anfang der 2. Hälfte hatte man den Eindruck, dass dem so wär, denn in der 47. M. fiel das 3 zu 0. Dann aber gab es eine Galavorstellung wie man Tore nicht macht.

In der 63. M. verfehlte Schatton 2x vor leerem Tor. Rauch läuft auf dem linken Flügel in die Tiefe und wechselt schön auf den rechten Flügel zu Tröster. Sie stürmt in den Strafraum hinein, konnte aber wegen ihrer körperlichen Eigenschaften nicht das Tor erzielen. Die Torhüterin wehrt ab und der Ball kommt zu Schatton. Das Tor ist leer, die Torhüterin liegt geschlagen am Boden und Schatton kickt zuerst den Ball gegen die Latte und der Ball kommt auf sie zurück. Im 2. Versuch kickt sie ihn über die Latte. Uns war fast der Himmel auf den Kopf gefallen. Am liebsten hätten wir es nicht gesehen.

In der 70. M. konnte Rauch das Tor nicht erzielen. Etwa 40 m vom Tor entfernt, macht Ripperger den Einwurf und gibt den Ball auf Leykauf, dann weiter auf Schatton, zurück auf Leykauf, dann wieder auf Schatton. Mit einer Drehung gibt sie den Ball weiter an Rauch, die mit dem Rücken zum Tor an der Strafraumgrenze steht. Aus der Drehung schießt sie auf das Tor aber der Ball fliegt drüber. In der 75. M. konnte eine schöne Kombination Rauch, Scherzberg, Leykauf auf dem linken Flügel, wieder nicht mit dem Torjubel belohnt werden. In der 77. M. versuchte Scherzberg, die auch ein gutes Spiel gemacht hat, mit einem 30 m Freistoß ihr Glück, aber der Ball verfehlte knapp das Ziel.

In der 80. M. gab es dann die letzte FCS-Torgelegenheit. Ripperger erobert sich etwa 60 m entfernt vom Tor den Ball und gibt ihn in die Tiefe auf dem rechten Flügel in den Lauf von Tröster. In der Mitte laufen De Backer und Schatton mit und warten auf die Hereingabe. Bei geschlagener Torhüterin kommt der Ball zu Schatton. Sie hatte alle Zeit der Welt um den Ball ins Tor zu schieben. Sie zielt aber quer am rechten Pfosten vorbei ins Aus. Was sagte mein Fußballlehrer: „Der Raum außerhalb des Tores ist größer!“ Ich hoffe nur, dass Schatton sich gegen den FC Sand mit Toren zurückmeldet und so alles wettmacht.

Danach flachte das Spiel ab und wir sehnten uns nach dem Schlusspfiff der Schiedsrichterin.

Aufstellung des 1. FC Saarbrücken:

Tor: Ehl.
Verteidigung: Ripperger; Mey; Alt; Jochum (88. Schäffer).
Mittelfeld: De Backer; Leykauf; Scherzberg.
Angriff: Tröster; Schatton; Rauch ( 85. verletzungsbedingt ersetzt; Rupprecht).

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