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ETSV Würzburg
3:4
1. FC Saarbrücken

2012/13
DFB-Pokal Frauen
Sa. 25.08.2012 um 16:00 Uhr

TuS Ahrbach 1921
0:9

1. FC Saarbrücken
TuS Ahrbach 1921: 
1. FC Saarbrücken: 
Tore: 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt (), 0:0 unbekannt ()
Schiedsrichter: 
Zuschauer: 
Zusatz: TuS Ahrbach: Schlau - Jana Schneider (62. Kegler), Eidt, Bechthold, Abken - Nauen (58. Gielsdorf), Stilper, Mies, Gasser - Schildt (68. Noll), Hajritzi 1. FC Saarbrücken: Ehl - Ripperger, Blank, Alt (46. Mey), Holz - Rauch, Leykauf (62. Klein), Scherzberg, Toporski (46. Tröster) - De Backer, Schatton Zuschauer: 100 Tore: 0:1 Rauch (9.); 0:2 Schatton (11.); 0:3 Schatton (18.); 0:4 Schatton (29.); 0:5 De Backer (43.); 0:6 Rauch (69.); 0:7 Schatton (70.); 0:8 Schatton (81.); 0:9 Schatton (89.) Schiedsrichterin: Christina Biehl (Schwollen)
Bilddateien:
Momentan haben wir zu diesem Spiel leider noch keine Bilddateien! Wenn euch Eintrittskarten, Magazine, Plakate, Fanzines o.ä. vorliegen, dann immer her damit! Einfach Mail an bernhard@ludwigspark.de schreiben!
Claudio Mariotto
21.08.2012 15:56

Ich bin gespannt wie die Mädels in die Spielzeit 2012/13 starten werden. Hoffentlich gib es Gutes zu melden.

Es lebe die Mädels des 1.FCS.

Claudio Mariotto
28.08.2012 17:16

Gelungener Start.

Der FCS-Express rast sehr gut!

„Bitte einsteigen, nehmen Sie sehr gut Platz und schnallen Sie sich bitte sehr gut an. Denn der FCS-Express fährt sehr schnell. Derjenige der nicht gut angeschnallt ist läuft die Gefahr hinausgeschleudert zu werden.“

So könnte man das Spiel der FCS-Mädels zusammenfassen.

Claudio Mariotto
28.08.2012 17:16

Nach dem Spiel ergab sich ein nettes Gespräch mit Herrn Uwe Pütz (Abteilungsleiter der Frauenabteilung des TuS Ahrbach. So etwas leistet sich der 1.FCS nicht! Weshalb? Meine Kandidatur wurde bis heute nicht angenommen.) Wir hatten mit einem Sieg des 1.FCS gerechnet aber nicht in dieser Höhe und so souverän. Er fragte mich ob sie aufsteigen werden? Ich antwortete, dass die Elf Qualität hat, aber auf der Ersatzbank gibt es Mängel.

Die Zuschauer sahen puren Einbahnfußball, wobei Ahrbach vielleicht ein- oder zweimal bis zum FCS-Tor kam. 90 minutenlang haben die FCS-Mädels voll durchgespielt. Sie gönnten sich zum Teufel nicht eine einzige Sekunde Verschnaufpause.

Claudio Mariotto
28.08.2012 17:16

Ich glaubte meinen Ohren nicht als ich die Worte des Trainers hörte, bevor es in die 2. Hälfte ging (dem Sinne nach): „In Bezug auf die schwere Hinrunde die uns bevorsteht, verlange ich von euch allen totalen Einsatz bis zur letzten Minute, damit ich weiß wo wir dran sind.“ Wenn man sich an die Leistungen der Rückrunde erinnert, muss man sagen, dass diese Mädels nicht anders können als bis zur letzten Sekunde zu spielen. Es ist einfach ihre Art. Sie wollen Spaß haben und der Ball muss einfach Richtung gegnerisches Tor rollen und dort rein in die Maschen. Etwas anderes kennen unsere Mädels nicht.

Claudio Mariotto
28.08.2012 17:19

Leider kan aus technischen Ursachen der Rest des Berichtes nicht veröffentlicht werden.

Wenden Sie sich bitte an bernhard@ludwigspark.de.

Ich bitte um Verständnis. Es ist ein zusätzlicher Beweis dass, die Mädels unterdrückt werden.

Claudio Mariotto
26.11.2012 17:28

Rest des Berichtes:

Sofort nach Beginn des Spiels habe ich die Elf der Rückrunde der letzten Meisterschaft, mit ihren guten und etwas schwachen Seiten, erkannt. Sie spielt mit derselben Begeisterung, Motivation und Spielfreude. Sie spielten wie entfesselt. Sie spielen auswendig, weil sie sich kennen und eingespielt haben. Man sieht es klar und deutlich, dass sie sich gut spielerisch so wie auch menschlich sehr gut verstehen. Der zuletzt genannte Faktor ist sehr wichtig! Gegenüber der letzten Rückrunde sind sie noch reifer geworden. Es sind für mich immer noch Jugendliche die heranreifen und dies zum Glück. War der Reifeprozess, wie ich es der Teammanagerin Katja Spielmann sagte, mit dafür ausschlaggebend, dass die Mädels den Klassenerhalt sehr gut schafften, so wird der Reifeprozess sie diese Meisterschaft zu größeren Taten bewegen. Man kann sich gut vorstellen, dass sie im oberen Drittel der Tabelle mitspielen werden, vielleicht noch mehr.

Das Präsidium wäre gut beraten wenn es von diesen Angaben Notiz nehmen würden, damit es in Bezug auf die Zukunftsplanungen nicht auf den falschem Fuß erwischt wird.

Es ist eine Begeisterung zu sehen, wie sie sich gegenseitig abstimmen, sich den Ball zurufen, die Position wechseln und sich bewegen bevor sie den Ball erhalten. Bezüglich des Spielens ohne Ball haben sie Fortschritte gemacht. Der Ball kommt sehr oft am sich bewegenden Spieler an. Sie gönnen dem Ball einfach keine Ruhe.

In Grunde genommen ist es dieselbe Elf wie letzte Meisterschaft. Nur Madita Giehl hat den 1.FCS verlassen. Sie wurde durch Lisa Alt sehr gut ersetzt. Letztes Jahr war Lisa in der Rückrunde ein Garant für ein sicheres Auftreten der Verteidigung. In Bezug auf die Stammelf vom letzten Jahr fehlten verletzungsbedingt Alessia Jochum und Sarah Karnbach. Alessia wurde vom alten Routinier Barbara Holz ersetzt. Sie spult die 90 Minuten herunter wie ein deutscher Panzer und wird dabei nicht müde. Sarah zu ersetzen ist nicht so leicht, da sie für mich mit zu den besten Spielgestalterinnen der Liga gehört. Für sie trat Elisabeth Scherzberg an. Man sieht sofort, dass sie noch nicht das Format hat. Sie ist noch etwas scheu. Oft spielt sie den Ball zurück an eine Verteidigerin anstatt den Ball nach vorne zu spielen. Man macht manchmal Karnbach den Vorwurf, dass ihre Bälle nicht immer ankommen. Dem gegenüber sagte ich Sarah, dass dies nicht so schlimm ist. Es gibt keinen Spielgestalter, dessen Bälle immer ankommen. Das wichtigste ist, dass die Mannschaft sich zusammen nach vorne bewegt und den Gegner sofort unter Druck setzt und den Ball wiedererobert. Deshalb soll Scherzberg sich ihre Hand auf das Herz legen, Selbstbewusstsein entwickeln und den Ball nach vorne befördern.

Aus diesem Grunde spielte De Backer etwas hinter den Spitzen. Diese Position bekommt ihr sowieso besser, da sie durch ihre Schnelligkeit den Stürmerinnen den Ball auf engem Raum gut zuspielen kann und so für viel Gefahr sorgen kann.

Dass die Mädels Fortschritte gemacht haben sieht man auch an der Tatsache mit welcher Kaltblütigkeit Sarah Schatton die Torgelegenheiten verwandelt. Es sieht so aus als wird sie als feste Sturmspitze eingesetzt werden und zusammen mit Rauch und Toporski rotieren. Sie wird bestimmt dauernd eine Gefahr für die gegnerische Verteidigung darstellen.

Das Prinzip des FCS-Spiels ist leicht zu erklären. Die FCS-Verteidigerinnen Ripperger, Blank, Alt, Holz spielen sich den Ball gegenseitig zu, so wie etwa Bayern Mönchen unter Felix Magath als Trainer. Währenddessen bewegen sich die anderen Spielerinnen und bringen sich in Lauerstellung und auf einmal, eins, zwei, drei, … über einige Stationen ist der Ball über links oder rechts im gegnerischen Strafraum und es wird gefährlich, Tor oder nicht.

Es wurden 9 Tore erzielt. Man muss aber auch sagen, dass einige Gelegenheiten nicht verwirklicht wurden. Dies sagte ich auch dem Trainer. Solche Gelegenheiten können gegen stärkere Gegner ins Auge gehen. Zum Beispiel hat Leykauf 3-mal aufs Tor geschossen. Je öfter sie es tat, desto entfernter flog der Ball am Tor vorbei. Leider hat auch De Backer einige gute Torgelegenheiten nicht verwertet. Besonders bei einem schnellen und schönen Konter dringt sie in den Strafraum und setzt den Ball daneben. Auch Scherzberg traute sich mit der Zeit mehr zu und traf mit einem Weitschuss die Latte.

Personen, die gerne schönen Fußball sehen möchten sind gut beraten die Elf des 1.FCS zu besuchen und zu unterstützen. Dabei sagte mir Sabine Blank, dass ihre Leistung nicht gut war. Wenn sie es sagt, dann können wir beruhigt sein. Denn sie gab mir einen besseren Eindruck als letzte Meisterschaft. So kann man im Namen von Sabine Blank sagen, dass noch Verbesserungsluft besteht.

Lasst uns die Torszenen beschreiben:

9. M.: 0 zu 1:
De Backer erhält den Ball etwa 25 m vom Tor entfernt und dribbelt 3 Spielerinnen aus und gibt den Ball an Rauch weiter. (Ich schrie: „auf Nina“) Rauch befindet sich am rechten Rand des Strafraumes, versetzt 2 Spielerinnen und donnert den Ball an der herauskommenden Torhüterin vorbei ins Tor.

11. M.: 0 zu 2:
Wieder kommt eine Flanke auf Toporski auf den linken Flügel (wir waren uns einig, dass sie 0,5 m im Abseits stand). Nach ihrer Art befreit sie sich von einigen Spielerinnen und dringt in den Strafraum hinein. Anstatt ihren Spielzug zu vollenden, gibt sie den Ball, mit etwas Glück, an Schatton weiter, die im vollen Lauf vom Elfmeterpunkt mit dem linken Fuß verwandelt.

18.M.: 0 zu 3:
Schneller Spielzug Blank, De Backer, Rauch auf dem rechten Flügel. Sie zieht in den Strafraum hinein, die Torhüterin kommt heraus. Rauch gibt den Ball auf Schatton die im vollen Lauf mit dem rechten Fuß verwandelt. Solche Tore kann nur machen, wenn mehrere Spielerinnen sich zusammen in die richtige Richtung bewegen.

26. M.: Ein sehr schöner Spielzug wird nicht verwandelt. Er ist sehr schwer zu beschreiben. Blank, Scherzberg, Ripperger, Blank, Holz (die Verteidigerinnen spielen sich den Ball zu), dann nach vorne in die Tiefe auf De Backer, die nach vorne läuft. Schatton und Rauch laufen mit in den Strafraum. Die Torhüterin ist geschlagen aber De Backer schießt mit voller Kraft knapp am Tor vorbei. SCHADE!!!

31. M.: 0 zu 4:
Die Mädels laufen und spielen wie entfesselt. Der Ball kommt auf Toporski, dann Leykauf, Schatton in der Mitte, Schuss, Tor! Gerd Müller hätte es nicht besser gemacht.

44. M.: 0 zu 5:
Nach Schema X kommt der Ball zu De Backer, die scheinbar im Abseits steht. Aber die Torhüterin berührt den Ball außerhalb vom Strafraum, so ist er wieder frei und so kann De Backer bei leerem Tor verwandeln.

Dann kamen einige Torgelegenheiten, die nicht verwertet wurden. Scherzberg trifft voll die Latte (52. M.). In der 59. M. steht De Backer alleine vor der Torhüterin, die diesmal abwehrt. In der 62. M. gab es eine schöne Kombination Scherzberg, De Backer, Tröster auf dem rechten Flügel, Flanke auf Schatton, die den Ball über die Latte setzt. Und in der 65. M. setzt Schatton den Ball neben das Tor.

70. M. : 0 zu 6:
Schatton kämpft sich über links durch und gibt den Ball auf Rauch in die Mitte. Sie stand da goldrichtig und konnte nichts anderes als den Ball zu verwandeln.

71.M.: 0 zu 7:
Es geht so schnell, dass keiner weiß wie die Tore fallen. Sie fallen wie Rosinen vom Himmel.

75. M.: Sehr schöner Spielzug: Scherzberg gibt in die Tiefe auf Schatton auf halblinks. Sie hat einen doppelten Versuch um zu verwandeln, kann es aber nicht. Dann kommt der Ball auf Rauch und auch sie kann nicht verwandeln.

81. M.: 0 zu 8:
Ein schneller Spielzug führt über Scherzberg zu Tröster auf dem rechten Flügel. Sie flankt den Ball in den Strafraum, wo Schatton wie Gerd Müller mit dem rechten Fuß verwandelt.

In der 87. M. versucht Klein mit einem schönen Schuss ein Tor zu erzielen, aber die Torhüterin wehrt ab zur Ecke.

89. M.: 0 zu 9:
Rauch läuft sich auf dem rechten Flügel frei und gibt einen halbhohen Schuss ab in die Mitte. Schatton steht beim linken Pfosten und winkelt den Ball mit der rechten Wade kaltblütig ins Netz.

92. M.:
Der FCS-Express muss stoppen, weil die Schiedsrichterin das Spiel abpfeift, sonst würde er noch weiterfahren.

Es war eine überaus überzeugende Darstellung der FCS-Mädels, wo man sich aber auch die Frage stellen muss: War der FCS zu stark oder TuS Ahrbach zu schwach? Die Antwort werden wir im Laufe der Meisterschaft erhalten.

Es ist beruhigend festzustellen, dass die neuen Elemente beim FCS gut mitgemischt haben. Scherzberg mutete sich mit der Zeit mehr zu und zeigte, dass sie die Bälle im Mittelfeld gut verteilen kann. Tröster erinnert mich etwas an Bajramaj. Mey erinnert mich an Giehl und scheint auch ein gutes Talent zu sein und Klein hat sich gut eingesetzt.

Wenn der FCS seine Leistungen der Rückrunde wiederholt und De Backer sagte, dass es der Wille der Elf ist, können wir uns auf eine schöne Meisterschaft 2012/13 einstellen.

Damit wir wissen wo unsere Mädels dran sind, heißt es für kommenden Sonntag: „Alle Mann an Bord und nach Würzburg fahren, zum Start der Meisterschaft der 2. Bundesliga Süd.“

VV FCS-Mädels!

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